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„Stehen und Bleiben – Hoffnung in Lüdenscheid“
25.9.2026

Von Iris Kannenberg
LÜDENSCHEID + Mit einem großen ökumenischen Gottesdienst begann am Sonntagmorgen der zweite Tag des 48. Lüdenscheider Stadtfestes. Unter dem Motto „Stehen und Bleiben – Hoffnung in Lüdenscheid“ versammelten sich zahlreiche Besucher auf dem Sternplatz, um Glauben, Gemeinschaft und die Verbundenheit mit ihrer Stadt zu feiern. Der Stadtfestgottesdienst 2026 wurde gemeinsam von dem Evangelischen Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg, der Evangelischen Allianz Lüdenscheid, der Katholischen Kirche St. Medardus Lüdenscheid sowie der Baptistenkirche Berliner Straße getragen. Damit stand die Veranstaltung ganz im Zeichen des Miteinanders der christlichen Gemeinden der Stadt. Viele Gemeinden verzichteten an diesem Sonntag auf eigene Gottesdienste und beteiligten sich stattdessen an der gemeinsamen Feier auf dem Sternplatz.
Die musikalische Gestaltung übernahm die Lüdenscheider Band „Band 96“. Sie sorgte mit aktuellen christlichen Liedern und eigenen Kompositionen für mitreißende Worship-Musik und lud die Besucher zum Mitsingen und -feiern ein.
Im Mittelpunkt stand das Thema „Hoffnung“. Die Organisatoren griffen die Frage auf, warum Menschen gerne in Lüdenscheid leben und weshalb insbesondere junge Menschen Perspektiven in ihrer Heimatstadt finden können. Das Motto „Stehen und Bleiben“ knüpfte dabei an die aktuelle öffentlich geführte Diskussion über die Zukunft der Stadt und den Zusammenhalt ihrer Bürgerinnen und Bürger an.
Das Thema wurde bei einem Interview mit dem Leiter des Stadtmarketings Philipp Nieland aufgegriffen. Von der 1. Vorsitzenden der Evangelischen Allianz Irmtraut Huneke nach seinem Eindruck von Lüdenscheid als lebenswerte Stadt befragt, bekräftigte er dies und wies auf die vielen Aktionen und Projekte hin, die Jahr für Jahr in Lüdenscheid verwirklicht werden. Zum Beispiel das Bautz-Festival oder die Aktion „101 gute Gründe für Lüdenscheid“, bei der die extra dafür befragten Bürger auf großen Plakaten persönlich vorgestellt worden waren und von den spannenden Möglichkeiten erzählten, die die Stadt bietet. Für Philipp Nieland ist Lüdenscheid quicklebendig mit viel Potential, vor allem deswegen, weil es sehr viele engagierte Menschen vor Ort gäbe, die sich mit großer Kreativität und Begeisterung für die Stadt einbrächten.
„Stehen und bleiben“ wurde an diesem Morgen auch anderweitig zum Programm. Es schüttete nämlich wie aus Eimern. Solche Regenmengen hat Lüdenscheid in den letzten Monaten nur selten gesehen. Trotzdem kamen zahlreiche Besucher mit Regenschirmen bewaffnet und hielten tapfer von Anfang bis Ende durch. Manch einer freute sich sogar über den Starkregen, war es doch lange auch in der sogenannten „Regenstadt Lüdenscheid“ so heiß und trocken, dass selbst den Talsperren langsam das Wasser ausging. Regen ist zudem in der Bibel immer mit Verheißungen verknüpft – sieht man einmal von der Sintflut ab. Er steht für den ausdrücklichen Segen Gottes. Und das Versprechen von guter Saat und reicher Ernte.
Der Stadtfestgottesdienst zeigte eindrucksvoll, wie christliche Gemeinschaft über Gemeinde- und Konfessionsgrenzen hinweg gelebt werden kann und zudem Hand in Hand gut und langjährig mit den Verantwortlichen der Stadt zusammenarbeitet. In Lüdenscheid versteht man sich und redet miteinander. Vielleicht ein Grund, warum in der Stadt 134 Nationen friedlich zusammenleben. Was auch das diesjährige Stadtfest bewies, bei dem die vielen Kulturvereine ihr Bestes gaben. Mit Musik, Tanz und kulinarischen Angeboten. Das Ganze völlig entspannt, freundschaftlich und in großem Einvernehmen.
Gott hat ein spürbar großes Herz für die kleine Stadt. In Lüdenscheid findet immer noch lebendiges Gemeindeleben mit vollen Kirchen statt. Christen aller Konfessionen beten nicht nur regelmäßig beim Stadtgebet unter der Leitung von Udo Fiedler für Lüdenscheid, sondern bringen sich aktiv und mit viel Liebe ins städtische Geschehen ein. Mit seiner Botschaft der Hoffnung und des Zusammenhalts setzte der diesjährige Stadtfestgottesdienst daher ein weiteres Mal einen ermutigenden Akzent und wurde für viele Besucher zu einem gelungenen Auftakt des Stadtfestsonntags.



