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„Wo beginnt Frieden?“ – Thomas-Messe und Internationaler Nagelkreuzsonntag in Herscheid
12.10.2026

Von Stefan Schick
HERSCHEID + Ende September fand im Martin-Luther-Haus in Herscheid ein besonderer Gottesdienst statt. Zum gemeinsamen Feiern hatten das Team der Thomas-Messe und die Nagelkreuzgemeinschaft des Ev. Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg eingeladen. Die Verkündigung übernahm Prädikant Thorsten Kohlen, für die musikalische Begleitung sorgte Christian Schröder. Im Anschluss luden die Veranstalter zu einem gemütlichen Beisammensein mit Würstchen und selbstgemachten Köstlichkeiten ein.
Nach einem kurzen Interview, in dem die Geschichte des Nagelkreuzes aus Coventry vorgestellt wurde, und einigen Friedensliedern ging Thorsten Kohlen in seiner Verkündigung auf zwei besondere Symbole der Versöhnung in Coventry ein.
Zum einen stand das bekannte Nagelkreuz im Mittelpunkt. Zum anderen stellte er ein Kunstwerk vor, das neben Coventry auch in Hiroshima, Belfast und Berlin zu finden ist: die Skulptur „Reconciliation“, zu Deutsch „Versöhnung“. Sie zeigt zwei kniende Personen, die sich umarmen. Zwischen ihnen liegen am Boden eine Bibel und Stacheldraht. Das Kunstwerk symbolisiert, dass Menschen auch über schmerzhafte und scheinbar unüberwindbare Grenzen und Konflikte hinweg zueinanderfinden und sich miteinander versöhnen können.
Die Versöhnung mit sich selbst, mit Gott, mit den Mitmenschen und nicht zuletzt mit der Natur bildet eine wichtige Grundlage für Frieden.
In einer anschließenden Kreativphase hatten die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher Gelegenheit, über die persönliche und zugleich politische Dimension von Frieden und Versöhnung nachzudenken, sich auszutauschen und eigene Gedanken kreativ umzusetzen.
Dazu luden Plakate mit den Überschriften „Frieden“ und „Reconciliation“ ein. In Form eines Kreuzworträtsels konnten die Teilnehmenden Begriffe sammeln, die sie mit Frieden und Versöhnung verbinden, und diese aufschreiben. Außerdem bestand die Möglichkeit, eine Friedenskerze zu gestalten oder einen Ausdruck der Skulptur „Reconciliation“ auszumalen und mit eigenen Gedanken zu versehen.
Auf einer großen Weltkarte durften Teelichter an den Orten platziert werden, an denen derzeit ganz besonders Gebete und Versöhnung benötigt werden. Auch eigene Fürbitten konnten formuliert werden, die im weiteren Verlauf des Gottesdienstes vorgetragen wurden. Wer mehr über die Nagelkreuzgemeinschaft erfahren wollte, konnte sich anhand von Rollups über ihre Geschichte und ihre heutigen Aktivitäten informieren.
Nach dem Gottesdienst klang der besondere Nachmittag bei einem gemeinsamen Imbiss und vielen Begegnungen gemütlich aus. Gleichzeitig wurde bereits auf die nächsten Veranstaltungen hingewiesen: Die nächste Thomas-Messe findet am 6. Dezember statt. Die Nagelkreuzgemeinschaft feiert am 16. November ihren nächsten Gottesdienst und lädt dazu ebenfalls herzlich ein.



