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Der Arzt behandelt, Gott heilt.
11.10.2026

Es gibt einen Zusammenhang zwischen unserem seelischen und körperlichen Befinden. Schon der Sprachgebrauch weist darauf hin: Dem einen ist etwas über die Leber gelaufen, der anderen kommt die Galle hoch. Jemanden geht etwas an die Nieren oder es schlägt ihr auf den Magen. Und der Migränekranke hört von dem Arzt den Rat: „Darüber brauchen Sie sich nicht den Kopf zu zerbrechen.“ Seelische Stimmungen werden im Sprachgebrauch also mit körperlichen Organen in Beziehung gebracht.
„Was kränkt, macht krank.“ Besonders dann, wenn es sich in uns hineinfrisst. Es kann eine Befreiung sein, belastende Dinge in unserem Leben auszusprechen. Eine amerikanische Studie hat festgestellt: „Wer vergibt, lebt gesünder.“ Schon Hippokrates sagte: „Die Krankheiten befallen uns nicht aus heiterem Himmel, sondern entwickeln sich aus den täglichen Sünden wider die Natur.“ Nicht nur die Sünden gegen die Natur, sondern auch Wut, Ärger, und Rachegedanken kosten viel Energie. Machen eben krank. Eine andere amerikanische Studie stellte fest: „Gottesdienstbesucher tun nicht nur ihrer Seele, sondern auch ihrem Körper etwas Gutes.“ Unsere Einstellung zu Gott hat also Auswirkungen.
Was tun wir alles für unseren Körper. Wir sollten unsere Seele nicht vernachlässigen. Der Wochenspruch für die vor uns liegende Woche steht bei dem Propheten Jeremia: „Heile du mich, HERR, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen.“ (Jer.17,14) Die Hilfe Gottes in Anspruch zu nehmen, kann doch nicht schaden. Ganz im Gegenteil.
In dem Wartezimmer einer Lüdenscheider Ärztin hängt das Wort an der Wand: Der Arzt behandelt, Gott heilt.

Einen gesegneten Sonntag wünscht Ihnen
Bärbel Wilde, Pfarrerin im Ruhestand



