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Angst - ständige Begleiterin?

18.9.2022

Das Wort zum Sonntag heute mit Gedanken von Stefan Hesse, Direktor des Caritasverbands für das Kreisdekanat Altena-Lüdenscheid e.V. (Grafik: EKKLP)
Das Wort zum Sonntag heute mit Gedanken von Stefan Hesse, Direktor des Caritasverbands für das Kreisdekanat Altena-Lüdenscheid e.V. (Grafik: EKKLP)

In dieser Woche fand der 19. Fachtag der Initiative „Kindeswohl heute“ für Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe statt. Ein Workshop befasste sich mit der hoch aktuellen Fragestellung „Die Angst als ständige Begleiterin – was tun?“

 

Ängste sind gerade in diesen Tagen ständige Begleiter vieler Menschen und in unterschiedlichsten Situationen greifbar. Die Angst vor dem Krieg, die Angst vor Verarmung durch massiv steigende Kosten, die Angst vor dem Klimawandel und seinen Folgen, die Angst vor Arbeitslosigkeit und der Zukunft für unsere Region – nicht zuletzt durch die Brückensperrung. Sicherlich sind dies sehr belastende Themen, die leider keine einfachen Lösungen zulassen. Es fällt schwer, zuversichtlich zu bleiben.

 

Experten raten dazu, den Ängsten mit eigenen Erfahrungen der Selbstwirksamkeit zu begegnen. Sich bewusstwerden, dass jede und jeder Einzelne mit seinen Talenten in der Lage ist, kleine Schritte zu tun, sei es um das Klima zu schützen, sich für Frieden auch im Kleinen einzusetzen oder durch gelebte Solidarität mit Menschen, denen es schlechter geht. Diese kleinen Schritte helfen dabei, die eigenen Ängste zu überwinden. Doch die Selbstwirksamkeit ist für uns Christen nur eine Seite der Medaille. Die zweite Seite der Medaille ist unser Vertrauen in Gott. Gott sagt in Jesaja 41,10: „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; hab keine Angst, denn ich bin dein Gott. Ich helfe dir, ja, ich mache dich stark.“

So wünsche ich uns, dass wir die kleinen Schritte zur Lösung der vielfältigen Probleme gemeinsam tun – im Vertrauen auf die Zusage unseres liebenden Gottes.

 

Stefan Hesse, Caritasdirektor, Caritasverband für das Kreisdekanat Altena-Lüdenscheid e.V.

 

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