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Der unsichtbare Dritte

9.6.2019

Das Wort zum Sonntag: Diesmal mit Gedanken von Eckart Link, Pfarrer der Evangelische Kreuzkirchengemeinde Lüdenscheid (Grafik: EKKLP)

So lautet der Titel eines alten Thrillers von Alfred Hitchcock. „Der unsichtbare Dritte“ – so könnte auch der Titel des Pfingstfestes lauten. Wer steckt dahinter, worum geht es da eigentlich und wie kommen wir ihm auf die Spur? Machen wir uns auf die Suche, steckbrieflich sozusagen.

Name? - Heiliger Geist. Das erklärt auch, warum er unsichtbar ist.

Warum der Dritte? - Er ist der dritte Teil Gottes. Nein, er ist kein eigener Gott. Es ist sehr geheimnisvoll. Vielleicht hilft ein Vergleich: Er ist eher wie ein Aggregatzustand. Wie Wasser, welches Eis, flüssig oder gasförmig sein kann, so ist der Heilige Geist von Gott Vater und dem Sohn Gottes Jesus Christus zu unterscheiden und doch sind sie eins.

 

Erste Erscheinung? - Interessante Frage bei einem Geist! Er war eigentlich schon immer da. Und dann war er zunächst in einzelnen Menschen kraftvoll nachweisbar. Aber dann kam Pfingsten. An diesem Tag kam diese Person und Kraft auf eine Gruppe herab, die ganz voll wurde von ihm und alle drum herum merkten das. Und seitdem hat er sich ausgebreitet und verbindet Menschen auf der ganzen Welt.

 

Besondere Merkmale? - Vielfältig: er tröstet; steht den Menschen bei; ist von unbändiger Kraft; durch ihn geschehen Wunder; er gibt Hoffnung, wenn alles ausweglos scheint; er hat die Kraft, Menschen neu zu machen; er ist die Verbindung zum Vater und zu Jesus; er teilt mit, was sie denken; er erinnert an das, was Jesus früher gesagt hatte. Aber das klarste Erkennungszeichen ist, dass er Jesus Christus wichtig macht.

 

Voraussetzung für sein Erscheinen? - Schwierig. Er ist unterwegs, wo er es will. Aber ganz sicher lebt er in Menschen, die an Jesus Christus glauben und getauft sind. Dadurch gehören sie zu Gott dazu und dann lebt Gott durch den Heiligen Geist in ihnen.

 

Bedeutung für heute? - Die Antwort ist uferlos! Nur so viel: Wer ihn hat und von ihm erfüllt ist, den muss im Tiefsten nichts mehr erschüttern. Gott lebt in ihm und er bestimmt seine Zukunft, auch wenn hier das Leben einmal endet.

 

Weitere Spurensuche? - Am besten bittet man Gott selber um seinen Geist. Das käme auf einen Versuch an! Weitere Spuren findet man in den Gottesdiensten der Christen an diesem Wochenende oder auch sonst – denn da ist er oft gesichtet worden, dieser unsichtbare Dritte.

 

Pfarrer Eckart Link,

Kreuzkirche, begeistert von Gottes Geist

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