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Das Ende einer Institution

14.9.2021

Das Küchen- und Helferteam mit Organisatorin Ruth Rabenschlag (Vierte von rechts) bei einem Einsatz Ende 2018. (Foto: Max Gerhard)
Das Küchen- und Helferteam mit Organisatorin Ruth Rabenschlag (Vierte von rechts) bei einem Einsatz Ende 2018. (Foto: Max Gerhard)

HERSCHEID + Auf einen beliebten Treffpunkt müssen Herscheids Gemeindemitglieder und viele auswärtige Gäste wohl in Zukunft verzichten: Denn das Luther-Café im Gemeindezentrum der Evangelischen Kirche steht vor dem Aus. Das gab Organisatorin Ruth Rabenschlag nun bekannt. Die Entscheidung reifte während der Corona-Pandemie, die auch das Luther-Café zu einer langen Pause zwang. Der Grund für das angekündigte Ende: Es gibt nicht mehr genügend Helfer, die eine Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung möglich machen. Davon ist ebenso das Gemeindefrühstück betroffen. Auch diese Veranstaltung entwickelte sich genau wie das Luther-Café schnell zu einer festen Institution in Herscheid und muss jetzt aufgrund des Helfermangels eingestellt werden.

 

Los ging es bereits im Jahr 2005, als Ruth Rabenschlag ihre Idee in die Tat umsetzte und im Martin-Luther-Haus ein großes Frühstück in fröhlicher Gemeinschaft organisierte. Begonnen wurde jeweils mit einer Andacht und den Abschluss bildete ein kleines Programm unterschiedlichster Art, oft auch mit spannenden Vorträgen. Das Gemeindefrühstück fand jeden zweiten Dienstag im Monat statt. Fast genauso häufig konnte man das Luther-Café besuchen, wobei es eine viermonatige Sommerpause gab.

 

Von September bis April wurde jeden zweiten Sonntag im Monat nach dem Gottesdienst zum gemütlichen Beisammensein in das Martin-Luther-Haus eingeladen. Dort wartete zunächst ein deftiges Mittagessen, danach konnten Kaffee und Kuchen genossen werden. Im Hintergrund sorgte ein mehrköpfiges Küchen- und Helferteam für die reibungslose Versorgung der Café-Gäste. Diese stammten nicht nur aus der Evangelischen Gemeinde Herscheid. Es kamen auch zahlreiche Menschen anderer Konfessionen und aus Nachbarstädten. In ungezwungener Atmosphäre präsentierte sich das Luther-Café als idealer Ort für ökumenisches Zusammenkommen.

 

Besonders allein lebenden Senioren bot sich hier die Gelegenheit, wertvolle soziale Kontakte zu knüpfen und die Zeit in Gemeinschaft zu genießen. Bevor das Luther-Café seine Pforten schließen muss, wollen die langjährigen Organisatorinnen Ruth Rabenschlag und Dagmar Quellenberg noch zu einem Abschieds-Kaffeetrinken einladen. ©mg

Besonders bei Senioren erfreute sich das Luther-Café großer Beliebtheit. (Foto: Max Gerhard)
Besonders bei Senioren erfreute sich das Luther-Café großer Beliebtheit. (Foto: Max Gerhard)

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