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Gesprächsrunde rückt häusliche Gewalt in den Fokus

23.11.2022

Mit vor Ort beim Selbstbehauptungskurs: Winfrid Schulte (PTV), Noel Schulte (PTV), Claudia Petri (Diakonisches Werk) und Mareike Masuch (Stadt Plettenberg). Foto: Stadt Plettenberg
Mit vor Ort beim Selbstbehauptungskurs: Winfrid Schulte (PTV), Noel Schulte (PTV), Claudia Petri (Diakonisches Werk) und Mareike Masuch (Stadt Plettenberg). Foto: Stadt Plettenberg

Plettenberg. Orange beleuchtete Fenster und Gebäude, vor dem Rathaus eine gehisste Antigewaltfahne und Gespräche mit vielen Männern und Frauen - das prägte im letzten Jahr die Antigewaltwoche in Plettenberg rund um den Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt an Frauen, dem 25. November 2021.

Ein bisschen anders läuft die Woche in diesem Jahr ab. Durch die notwendigen Energiesparmaßnahmen fällt der Teil mit der orangen Extrabeleuchtung zu den Orange Days leider aus. Das Rathaus wird nicht mahnend orange angestrahlt.

Dennoch hat sich die Plettenberger Gesprächsrunde gegen häusliche Gewalt in ihren letzten Sitzungen einiges einfallen lassen, um in Kooperation mit den Runden Tischen gegen häusliche Gewalt im Märkischen Kreis das Thema in den Fokus zu rücken und klar zu machen: Es gibt Hilfen bei häuslicher Gewalt und Gewalterfahrungen.

Die mitwirkenden Institutionen, dazu gehören zum Beispiel die Polizei, das Diakonische Werk, die Caritas, die Frauenberatungsstelle in Lüdenscheid, das Märkische Kinderschutzzentrum und unterschiedlichste Bereiche der Stadt Plettenberg, freuen sich, dass der Selbstbehauptungskurs für Frauen, der präventiv angeboten wurde, am Samstag bereits guten Zulauf hatte. Dort hatten alle Institutionen die Möglichkeit, sich vorzustellen. Nicht nur Körpersprache wurde im Rollenspiel analysiert, auch Abwehrtechniken konnten eingeübt werden. Der Plettenberger Turnverein gab sein Fachwissen an dieser Stelle gelungen weiter.

 

Informationen und Gespräche

am Stand auf dem Wochenmarkt

 

Am Freitag, 25. November, wird es anlässlich des Antigewalttages einen Marktstand geben, der von den beteiligten Institutionen aufgebaut wird. Neben Flyern soll es zwischen 10 Uhr und 12 Uhr vor allem gute Gespräche geben. Als Brücke dazu dient eine Taschentuchaktion, die flächendeckend im Märkischen Kreis läuft. So werden Taschentuchpäckchen ausgegeben, die mit der Telefonnummer des Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen bedruckt sind. „Das Hilfetelefon ist kostenfrei, mehrsprachig und immer erreichbar“, erklärte Gleichstellungsbeauftragte Mareike Masuch am Samstag den Kursteilnehmerinnen.

„Opfer häuslicher Gewalt sind nicht alleine!“, das war und ist Claudia Petri, Psychologin beim Diakonischen Werk, immer wichtig klarzumachen.

Gefördert werden die Aktionen zu den Antigewaltwochen vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes NRW.

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