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„Navi“ ist ein Ort für alle, die Hilfe suchen

14.6.2024

Diakoniepfarrer Volker Bäumer verglich bei der Eröffnungsfeier das "Navi" mit einem Rettungsboot. Foto: Wolfgang Teipel
Diakoniepfarrer Volker Bäumer verglich bei der Eröffnungsfeier das "Navi" mit einem Rettungsboot. Foto: Wolfgang Teipel

Das „Navi“ als Rettungsboot für Menschen, die in Not geraten sind oder aus anderen Gründen Hilfe suchen: Mit diesem Bild beschrieb Diakoniepfarrer Volker Bäumer das neue Wohlfahrtszentrum, das in das ehemalige Café Schröder’s an der Altenaer Straße in Lüdenscheid eingezogen ist.

Vor einigen Tagen wurde die neue Einrichtung an der Altenaer Straße offiziell eröffnet. Voraussichtlich wird sie nach den Sommerferien in den Regelbetrieb gehen.

Träger des „Navi“ sind das Deutsche Rote Kreuz, das Diakonische Werk Lüdenscheid-Plettenberg, der Caritasverband Altena-Lüdenscheid, der Paritätische Wohlfahrtsverband und die AWO in Kooperation mit der Stadt Lüdenscheid. Die Geschäftsführer der Verbände haben für die Trägerschaft den Verein „Wohlfahrtszentrum Lüdenscheid e. V.“ gegründet. Vorsitzende sind DRK-Geschäftsführer Markus Pflüger und Caritasdirektor Stefan Hesse. Diakonie-Geschäftsführerin Iris Jänicke hat die Funktion der Kassenwartin übernommen.

„Die Geschäftsführer der Verbände treffen sich alle zwei Monate zum Erfahrungsaustausch“, berichtete sie. Bei einem dieser Treffen sei die Idee entstanden, enger zusammenzuarbeiten. Das werde jetzt mit der neuen Begegnungsstätte umgesetzt.

Das Diakonische Werk werde mit Angeboten des Fachdienstes Migration und Integration, der Suchtkrankenberatungsstelle sowie mit der Familienberatung vertreten sein, kündigte Iris Jänicke an. Auch die anderen vier Verbände werden hier zahlreiche Beratungsangebote ansiedeln. Das ehemalige „Schröder’s“ könne durchaus auch zum Domizil für Selbsthilfegruppen werden, sagte Felix Dornhöfer, Kreisgruppengeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Die Stadt Lüdenscheid möchte das Wohlfahrtszentrum für ihre Angebote im Bereich der frühen Hilfe rund um Schwangerschaft und Geburt sowie für niedrigschwellige Bildungsangebote nutzen, erklärte Jugendamtsleiter Marco Malcherek-Schwiderowski.

Die künftige Belegung des „Navi“ soll durch eine Art digitaler Stundentafel im Schaufenster des Wohlfahrtszentrums ersichtlich sein. Die Angebote werden teilweise öffentlich sein. Für andere Angebote müssen sich Interessenten bei den Verbänden anmelden.

Ganz handfest steigt das DRK in den „Navi“-Betrieb ein. Bereits am vergangenen Samstag wurde die Erbsensuppe-Ausgabe vom Sternplatz in das neue Wohlfahrtszentrum verlagert. Hier solle die Ausgabe künftig immer stattfinden, kündigte DRK-Geschäftsführer Markus Pflüger bei der Eröffnung des Wohlfahrtszentrums an.   

 

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