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Ökumenischer Neujahrsspaziergang

5.1.2026

Gestalteten den ökumenischen Neujahrsspaziergang (v.l.): Pastor Hans-Peter Helm (FeG Bever), Pater David Ringel (Pfarrei Christus König) und Pfarrer Martin Pogorzelski von der evangelischen Kirchengemeinde Halver (Foto: Salzmann)

Von Monika Salzmann

 

HALVER + Gemeinschaftlich beteten Gläubige aus der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde sowie den Freien evangelischen Gemeinden (FeG) Halver und Bever am Neujahrstag für Stadt und Land. Aufgrund der Wetterlage, Rutschgefahr, Schneeregen und Wind entschieden sich die Verantwortlichen, diesmal auf den traditionellen Weg durch die Stadt zu verzichten und nach der Andacht in der Nicolai-Kirche, die Ausgangspunkt des Ökumenischen Neujahrsspaziergangs war, diesmal auch die Fürbitten – sonst unterwegs an verschiedenen Stationen wie Rathaus, Lindenhofschule und Alter Markt gesprochen – in der Kirche stattfinden zu lassen. Dem Wetter war vermutlich auch die überschaubare Zahl der Gläubigen, die am Neujahrsspaziergang teilnahmen, geschuldet. „Ich vermute, dass etliche den Weg gescheut haben, weil das Wetter ist, wie es ist,“ meinte Pfarrer Martin Pogorzelski von der Evangelischen Kirchengemeinde, der die Andacht hielt.

 

In gewohnter Aufteilung sprach diesmal Pater David Ringel von der katholischen Kirchengemeinde die Fürbitten. Eine willkommene Stärkung hatte die FeG Halver, wo Pastor Hans-Peter Helm von der FeG Bever die Teilnehmer begrüßte, vorbereitet. Mut für das neue Jahr machte Martin Pogorzelski in seiner Andacht mit dem bekannten Jesuswort aus Johannes 14, 6 - „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“ - als vorgeschlagenem Predigttext für den Neujahrstag. Das Wort sei „vielleicht das gewaltigste Wort, dass je ein Mensch über sich gesagt hat“, führte er aus. Es sei die Einmaligkeit, die sich hinter diesem Wort verberge, die auf Jesus zutreffe. „Es ist gut, seine Wege zu gehen.“ In Bezug auf Gott sei Jesus die einzige Wahrheit, wobei Wahrheit in der Bibel das, „worauf ich mich verlassen kann“, meine. Entschieden wandte er sich gegen das postmoderne Glaubensbekenntnis „Ich habe meine Wahrheit, du hast deine Wahrheit.“ Die Beliebigkeit der Wahrheit sei zutiefst unchristlich. Das Leben werde tiefer, „wenn ich aus ihm (Jesus) lebe.“

 

In seinen Fürbitten, die in das Lied zum Jahreswechsel „Jesus soll die Losung sein“ eingebettet waren, betrachtete David Ringel unterschiedlichste Bereiche des Lebens. Für Wirtschaft und Gesellschaft, die Arbeit von Pädagogen in örtlichen Schulen und Kitas, Forscher und Wissenschaftler (Oberthema: Bildung und Generationen) sowie die örtliche und Landespolitik, zuvorderst die neu gewählten Verantwortlichen der Stadt, betete er. Auch die Herausforderungen für die Infrastruktur, die durch das Hochwasser und die lange Sperrung der Rahmedetalbrücke zu bewältigen sind, nahm er in den Blick. Ebenso die Stärkung der Ökumene. In seine Gebete schloss er die Opfer der verheerenden Brandkatastrophe im Schweizer Skiort Crans-Montana und deren Angehörige ein. Einen kleinen Fußweg legten die Gläubigen abschließend von der Nicolai-Kirche zur FeG zurück, wo alles liebevoll für ein gemütliches Beisammensein vorbereitet war. Bei wärmenden Suppen für jeden Geschmack – Gulaschsuppe, Chili con Carne, Kartoffelsuppe und einer vegetarischen Gemüsesuppe – ließen die Teilnehmer den gedanklichen Spaziergang gesellig ausklingen.

Bildimpressionen vom Neujahrsspaziergang (alle Fotos: Salzmann)

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