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Stefanie Tielke als Diakonin der evangelischen Kirchengemeinde Attendorn-Lennestadt eingeführt

7.3.2026

Superintendent Dr. Grote (Mitte) wurde bei der Einführung von Stefanie Tielke unterstützt von Pfarrer Otminghaus, Pfarrer Küppers, der Vorsitzenden des Presbyteriums Juliane Schnittka, Prädikant Dröpper und Diakonin und Jugendreferentin Kristina Ashoff (v.l.) (Foto: Ernst)

Von Karl-Hermann Ernst

 

ATTENDORN-LENNESTADT + Sonntag Invokavit, gut besuchte evangelische Kirche in Grevenbrück: Mit einem einstimmigen und kräftigen „Ja, mit Gottes Hilfe“ beantworteten die Gemeindeglieder die Frage von Superintendent Dr. Christof Grote, ob sie bereit seien, Stefanie Tielke als neue Diakonin anzunehmen, sie in ihrem Dienst unterstützen und ermutigen, für sie zu beten und mit ihr zusammen dem Aufbau der Gemeinde zu dienen. Zuvor hatte Stefanie Tielke die Frage, ob sie bereit sei, den Dienst als Diakonin der ev. Kirchengemeinde Attendorn-Lennestadt zu übernehmen ebenfalls mit einem klaren „Ja, mit Gottes Hilfe“ beantwortet.

 

Bevor die neue Diakonin ihre erste Predigt nach ihrer Amtseinführung hielt, gaben ihr neben dem Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg auch Pfarrer Christoph Otminghaus, Pfarrer Frieder Küppers, Prädikant Wolfgang Dröpper, die Vorsitzende des Presbyteriums Juliane Schnittka und Diakonin Kristina Ashoff noch jeweils einen Segensspruch mit auf den soeben begonnenen neuen Lebensabschnitt.

 

Mit ihrer Predigt über den Sündenfall (1. Moses 3, 1 – 19) verabschiedete Stefanie Tielke die Gemeinde mit den Worten „Was höre ich, wenn ich auf mein Herz höre?“ und bat, sich darüber einmal Gedanken zu machen.

 

In der neuesten Ausgabe des Gemeindebriefes der ev. Kirchengemeinde Attendorn-Lennestadt „Einblicke“ stellt sich die neue Diakonin, die gemeinsam mit Pfarrer Otminghaus und Pfarrer Andreas Schliebener seit dem 1. Februar ein Interprofessionelles Pastoralteam bildet, ausführlich selbst vor:

 

„Mein Name ist Stefanie Tlelke, bin in Stadthagen geboren, in Rinteln aufgewachsen und habe seit 1992 in Minden an der Weser gelebt. lch habe vier erwachsene Kinder und drei Enkel, bin verwitwet und freue mich nun wieder einen großartigen Partner gefunden zu haben, mit dem ich meine Leidenschaft zur Heavy-Metal-Musik teile.

 

Meine Motivation Diakonin zu werden, ist aus der Erkenntnis geboren, dass es gut ist Menschen ein spirituelles Handwerkszeug mit auf den Weg zu geben, damit sie in schwierigen Lebenssituationen Halt finden können. Diese Erkenntnis kommt aus meiner eigenen Trauererfahrung und der Tatsache, dass ich mich nach einer glaubensarmen Zeit auf den Weg gemacht habe, den Glauben zu suchen, um Antworten auf meine persönlichen Fragen zu finden. Mir ist bewusst geworden, dass meine Erlebnisse und Erfahrungen, sowie dem daraus entstandenen Verständnis für verschiedene Glaubensaspekte, auch anderen Menschen weiterhelfen können.

 

So habe ich mich nochmal ganz neu auf den Weg gemacht und seit 2018 an meinem und der Ausbildung zur Erzieherin, als Voraussetzung für das Studium zur Diakonin in Bethel, gearbeitet. Während des Studiums wirkte ich als hauptamtliche Küsterin an der historischen St. Martinigemeinde in Minden, um im Kontakt mit der Gemeinde zu sein.

 

lm September 2025 wurde ich als Diakonin in die Gemeinschaft Nazareth eingesegnet und habe damit eine geballte Quelle diakonischen Wissens und wertvollem Erfahrungsschatzes im Gepäck.

 

Jetzt freue ich mich auf Sie! lch bin gespannt auf Begegnungen mit Menschen aller Generationen, freue mich auf Gespräche, gemeinsames Nachdenken über Glaubensfragen, auf Feiern und auch auf das Begleiten in stillen oder schwierigen Momenten.

 

Während des Januars sind mein Lebenspartner und ich bereits nach und nach von Minden nach Altenhundem gezogen. Mit dem Wechsel ins Sauerland beginnt für mich nicht nur ein neuer beruflicher Abschnitt, sondern auch ein neuer Lebensabschnitt. Abschied von Vertrautem, Ankommen an einem neuen Ort, neue Wege, neue Menschen - all das gehört nun zu unserem Alltag.“

 

Im Anschluss an den Festgottesdienst hatte die Gemeinde und die zahlreichen Ehrengäste aus Politik und den anderen Religionsgemeinschaften Gelegenheit, persönliche Gespräche mit der neuen Diakonin zu führen.

Bildimpressionen vom Einführungsgottesdienst (alle Fotos: Ernst)

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