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Es heißt Abschiednehmen von drei Kirchen
29.8.2025

Von Karl-Hermann Ernst
ATTENDORN – LENNESTADT + Was sich Anfang des Jahres noch als Zukunftsmusik anhörte, wird nun Wirklichkeit: Wie das Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde Attendorn-Lennestadt in der neuesten Ausgabe des Gemeindebriefes „Einblicke“ bekannt gab, muss sich die Gemeinde nun doch von drei liebgewordenen Gottesdienststätten trennen.
Ab dem neuen Kirchenjahr (1. Advent) werden in der Friedenskirche in Attendorn-Petersburg, in der Gnadenkapelle in Fretter und in der Emmaus-Kirche in Würdinghausen keine Gottesdienste mehr gefeiert werden.
Die Kirchengemeinde ist die größte Gemeinde im Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg und umfasst rund 500 Quadratkilometer Fläche und ist die einzige Diaspora-Gemeinde im Kirchenkreis. Sie hatte bei ihrer Gründung am 1. Januar 2020 ungefähr 9 000 Gemeindeglieder. Für diese waren insgesamt fünf Pfarrer und eine Pfarrerin zuständig. Inzwischen sind nur noch zwei Pfarrer in der Gemeinde tätig, die auch eine nicht unerheblich kleinere Anzahl von Gemeindegliedern betreuen müssen.
Aufgrund der gestiegenen Kosten, der geringer werdenden finanziellen Mittel und der gesunkenen Zahl der Pfarrer war man nun gezwungen, zu dieser Maßnahme zu greifen, um eine geordnete seelsorgerische Arbeit in der Gemeinde fortführen zu können.

Das Presbyterium lädt alle Gemeindeglieder und Freunde der jeweiligen Kirche zu den nachstehenden Terminen ein, um sich über den Stand der Zukunftsplanungen zu dem jeweiligen Gebäude und der Gemeindearbeit zu informieren. Dabei soll auch überlegt werden, ob, und wenn ja, welche gottesdienstlichen Gegenstände in die verbleibenden Gottesdienststätten in Attendorn, Finnentrop, Grevenbrück und Altenhundem mitgenommen werden sollen. Da bis jetzt noch nicht feststeht, was aus den geschlossenen Kirchen werden soll, besteht die Möglichkeit über die weitere Nutzung und wie in einem Entwidmungsgottesdienst Abschied genommen werden kann zu diskutieren.

Für die Gemeindeversammlungen hat das Presbyterium die folgenden Termine festgesetzt: Fretter: 4.Oktober; Petersburg: 11. Oktober und Würdinghausen: 25. Oktober jeweils im Anschluss an den dort stattfindenden Gottesdienst.
Die letzten Gottesdienste werden in den drei genannten Gotteshäusern am 22. November gefeiert werden. Wann die Entwidmungsgottesdienste stattfinden werden, stand zur Redaktionsschluss noch nicht fest.