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Zukunftssicherung für die Kleinsten

19.2.2026

Zum 1. August 2026 wechseln die beiden Kitas der Ev. Kirchengemeinde Werdohl zum Trägerverbund der Evangelischer Kindertageseinrichtungen des Kirchenkreises (Grafik: EKKLP)

WERDOHL + Die Evangelische Kirchengemeinde Werdohl stellt wichtige Weichen für die Zukunft ihrer Kindertageseinrichtungen: Zum 1. August 2026 wechseln beide evangelischen Kitas zum Trägerverbund der Evangelischer Kindertageseinrichtungen im Ev. Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg, der derzeit 17 Einrichtungen umfasst. Ziel des Beitritts ist es, die pädagogische Qualität langfristig zu sichern und die Kirchengemeinde von zunehmend komplexen Verwaltungsaufgaben zu entlasten. Für Eltern und Kinder bleibt der Alltag nach dem Wechsel weitgehend unverändert, da vertraute Strukturen und Bezugspersonen bestehen bleiben. Die Kirchengemeinde bleibt weiterhin eng verbunden und übernimmt auch künftig die Kosten der Trägerschaft.


Die Entscheidung folgte intensiven Beratungen und gründlichen Überlegungen innerhalb der Gemeindeleitung. Hintergrund ist die allgemein steigende Komplexität in der Verwaltung von Kindertagesstätten. Aufgaben wie Personalmanagement, Finanzsteuerung oder bauliche Anforderungen können im Verbund wesentlich effizienter und professioneller bearbeitet werden. Die Entlastung betrifft sowohl die Leitungen der Einrichtungen, die sich künftig stärker auf ihre pädagogische Arbeit konzentrieren können, als auch das Presbyterium, dessen Mitglieder ohnehin in vielen kirchlichen Arbeitsbereichen stark eingebunden sind.


Neben der verbesserten Verwaltungsstruktur bietet der Trägerverbund weitere Vorteile: Durch die enge Vernetzung der Einrichtungen entsteht ein intensiver fachlicher Austausch. Teams profitieren von gemeinsamen Fortbildungen, der Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg und dem Zugang zu erprobten Konzepten. Besonders im Bereich der Personalplanung schafft der Verbund mehr Flexibilität. Personalengpässe können künftig deutlich besser abgefangen werden als bei einer Einzelträgerschaft, was den Kindern und Familien unmittelbar zugutekommt.


Ein besonderes Augenmerk lag für die Kirchengemeinde darauf, dass das evangelische Profil der Einrichtungen erhalten bleibt. Dies ist im Verbund ausdrücklich gewährleistet. Die religionspädagogische Ausrichtung sowie die pastorale Begleitung der Kinder und Familien bleiben Bestandteil der Arbeit in beiden Kitas. „Wir bekommen häufig die Rückmeldung, wie wichtig Eltern eine kirchliche Einrichtung ist“, betont Dirk Cechelius, Geschäftsführer des Trägerverbundes. „Das evangelische Profil gehört zum Charakter unserer Kitas – und selbstverständlich bleibt es auch beim Übergang der Werdohler Einrichtungen bestehen.“


Für Eltern und Kinder bedeutet der Wechsel daher vor allem Kontinuität. Die gewohnten Abläufe und Bezugspersonen bleiben erhalten, während gleichzeitig moderne Strukturen und neue Entwicklungsmöglichkeiten geschaffen werden. Auch für die Mitarbeitenden ergeben sich Vorteile: Durch die Zugehörigkeit zum Verbund erhalten sie Zugang zu klaren Verwaltungsprozessen, besserer personeller Unterstützung sowie erweiterten Fortbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten.

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