Aktuelle Artikel

Zuversicht

24.8.2025

Das Wort zum Sonntag: Diesmal mit Gedanken von Lothar Hellwig, Pfarrer i.R. - Ev. Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg (Grafik: EKKLP)

Was schreibt man wenige Wochen vor der Kommunalwahl, inmitten von Leid und Kriegen in der Welt in einen Denkimpuls zum Sonntag?

 

Da fallen mir zuerst Dinge ein, die mir Sorgen machen: die Krankheit eines Freundes, der Ukraine-Krieg, die Not in Gaza oder die Sorge, wie stark die rechtsradikale AFD bei der Kommunalwahl wird.

 

Vor vielen Jahren hat einer meiner Mitstudenten, Hartmut Birkelbach, ein Lied komponiert und getextet, das so beginnt: Herr, was wird morgen sein? Was wird aus meinem Leben? Herr, was wird morgen sein? Was wird die Zukunft geben? 

 

Ich will diesen Sorgen nicht aus dem Weg gehen. Im Gebet und durch meinen Einsatz versuche ich Einfluss darauf zu nehmen. Aber ich will mich von diesen Sorgen auch nicht gefangen nehmen und niederdrücken lassen. Ich will ihnen mit Hoffnung und Zuversicht begegnen.

 

Zuversicht ist laut Duden festes Vertrauen auf eine positive Entwicklung in der Zukunft. Zuversicht beinhaltet das Wort „Sicht“, d.h. wahrzunehmen, was vorliegt, aber auch was möglich ist. Dabei kommt es auf die Betrachtungsweise an, nicht alles schlecht zu reden, sondern mit Mut das Beste aus der Situation machen. Zuversicht ist Lebensbejahung, Glaube an das Gute, positive Lebenseinstellung, Vertrauen in die Zukunft, Daseinsfreude, Heiterkeit, Lebensfreude und Gottvertrauen.

 

Darum endet das oben begonnene Lied: Herr, Du kennst meine Furcht und alle meine Fragen. Herr, führ du mich hindurch, ich will das Morgen wagen! Herr, hier ist meine Hand, führ mich in das Morgen. Herr, nur an deiner Hand bin ich ganz geborgen. Herr, hier ist meine Hand.

Lothar Hellwig

Pfarrer i.R.

Ev. Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg

zurück zur Übersicht